Coping-Strategien

Die folgenden Bewältigungsstrategien (engl. Coping-Strategien) sind auch in den Eltern-, Jugendlichen- und teils im Kinderbereich unter Erleben und Ausprobieren auffindbar. Die Strategien können Krebspatienten und ihren Angehörigen helfen, schwierige Situationen zu bewältigen, sind aber nicht unbedingt nur krebsspezifisch. Das heisst, auch Ihnen als Fachperson können diese Coping-Strategien in ihrer persönlichen Auseinandersetzung mit Ihren eigenen Schwierigkeiten dienlich sein. Probieren Sie es einfach aus!

Die Übungen finden Sie hier:

Eltern: Erleben und Ausprobieren

Jugendliche: Erleben und Ausprobieren

Kinder: Erleben und Ausprobieren

Krebsbetroffene Familien berichten häufig über ähnliche Schwierigkeiten, die im Verlauf der Erkrankung oder der Behandlung auftreten. Dies sind zum Beispiel das Überbrücken langer Wartezeiten im Krankenhaus oder die Notwendigkeit, kurzfristig eine Betreuung für ein Kind zu organisieren.

In unserem Problemlöse-Arbeitsblatt finden Sie eine Anleitung und ein Beispiel, wie ein aktives und geplantes Lösen solcher Probleme aussehen kann. Wichtig: Jedes Problem besteht aus Anteilen, die Sie selbst mitbeeinflussen können, und Anteilen, die nicht in der eigenen Kontrolle liegen. Dies zu unterscheiden ist nicht immer ganz einfach, jedoch wichtig, damit die Energie dort eingesetzt werden kann, wo Veränderungen auch möglich sind. 

Im Bereich der Eltern auf Famoca können Eltern ein ausgewähltes Problem auf einem Problemlöse-Arbeitsblatt bearbeiten.

Krebspatienten und ihre Angehörige sind oft in verstärktem Masse damit konfrontiert, dass es „gute“ und „schlechte“ Tage gibt. Es gibt Tage, an denen es ihnen gut geht und sie sich energiegeladen und glücklich fühlen, aber auch solche, an denen nichts läuft, wie sie möchten und sie sich überfordert fühlen. Und dies kann sehr schnell wechseln. Diese "guten und schlechten Zeiten" zu erkennen ist ein wichtiger und hilfreicher Schritt, um zu lernen, wie am besten damit umgegangen werden könnte. 

In der Beratung

Mit dem Arbeitsblatt "gute" oder "schlechte" Zeiten können Eltern und ihre Kinder für sich persönlich beschreiben, was diese Tage für sie bedeuten und wie Sie sich dann fühlen. In einem zweiten Schritt kann überlegt werden, welche Aktivitäten in den jeweiligen Zeiten helfen Energie aufzuladen. 

  • Eltern und Jugendlichen können dies selber erarbeiten unter Erleben und Ausprobieren.Aus Erfahrungen von Krebspatienten und ihren Angehörigen haben wir verschiedene Aktivitäten als Beispiele zusammengestellt.
  • Kinder erhalten Ideen zu Bewegungsspielen und viele Bastelanleitungen in ihrem Bereich.

Die Übungen haben zum Ziel, alltägliche mit Stress verbundene Situationen entspannter und achtsamer angehen zu können. Sie können helfen, neue Energie für weitere Herausforderungen zu tanken und ein besseres Wohlbefinden zu erreichen. Für Menschen, die nicht nur den Alltagsstress erleben, sondern auch mit der Krankheit konfrontiert sind, ist Entspannung umso wichtiger.

Eine positive Wirkung konnte gezeigt werden:

  • Auf körperlicher Ebene: Stärkung des Immunsystems sowie weniger ausgeprägte Stressreaktionen.
  • Eine regelmässige Ausführung ist wirksam für die Reduktion von bestimmten Behandlungs-Nebenwirkungen.
  • Auf die Stimmung.

In der Beratung:

Sie könne den Familien empfehlen, die vorbereiteten Hörübungen in ihrem jeweiligen Bereich auszuprobieren. Motivieren Sie die Familien, indem Sie die bekannte positive Wirkung hervorheben. Eine Entspannung gelingt aber meist nicht gleich beim ersten Mal. Die positive Wirkung stellt sich jedoch bei regelmässiger Durchführung ein und die Mechanismen der Entspannung lassen sich langfristig in den Alltag integrieren. Es kann auch hilfreich sein, die ersten Versuche von Entspannungsübungen in einer weniger stressreichen Situation durchzuführen. Vorschlag: Warum nicht eine Entspannungssequenz während der Chemo-Behandlung anhören?