Familien in der Beratung

Wann kommen Familien in die Beratung

Untersuchungen haben gezeigt, dass Familien oft Unterstützung suchen, wenn sie grosse Veränderungen und Krisen antreffen. So also zum Beispiel gleich nach der Diagnose, oder wenn die Krankheit fortschreitet. Manchmal kommen Familien auch erst in die Beratung, wenn sie beim Kind Verhaltensänderungen feststellen, wie zum Beispiel Wutanfälle, Schulprobleme, regressives Verhalten (bspw. Bettnässen), Rückzug. Der Wunsch nach Unterstützung ist grösser, wenn bereits vor der Diagnose Probleme bestanden haben. Generell müssen aber die Bedürfnisse der Eltern nicht dieselbe sein wie die der Kinder. 

Manche Eltern kommen erst einige Zeit später, ja sogar Jahre später, in die Beratung. Oft unterschätzen Eltern die Probleme der Kinder, da diese sich zusammenreissen und zurücknehmen um die Eltern vor Sorgen zu schützen. Diese Kinder fallen den Eltern positiv auf durch ihr angepasstes und vermehrt hilfsbereites Verhalten. Probleme ergeben sich erst später. Andererseits kann das Aufsuchen der Beratung auch ein zeitliches Problem sein, oder sie ist stigmatisiert („wir haben keine Probleme“).

Häufige Bedürfnisse und Fragen von Eltern

  • Hilfe im Gespräch mit den Kindern über die Erkrankung
  • Hören, was Kinder denken und fühlen
  • Unterstützung im elterlichen Verhalten (bspw. wie können wir Sicherheit geben, mit gewissen Gefühlen umgehen, die auftauchen usw)
  • Erfahren, ob die Kinder fachliche Unterstützung benötigen („Wie schlimm steht es um mein Kind?“)
  • Den Kindern Normalität geben („Sie sollen normal weiterleben können“), den Alltag strukturieren

Häufige Bedürfnisse und Fragen von Kinder

  • Mehr Informationen über die Krankheit erhalten, sich getrauen Fragen zu stellen wenn jemand anderes noch dabei ist
  • Die Eltern vor Stress schützen, keine Sorgen bereiten
  • Angst den Elternteil zu verlieren und vor der Zukunft generell
  • Den Eltern helfen wollen