Ziel von FAMOCA

FAMOCA hat zum Ziel, Familien nach einer Krebsdiagnose in ihrer psychischen Gesundheit zu stärken. Dazu werden verschiedene Schutzfaktoren gefördert, von denen man weiss, dass sie Familien helfen, trotz der vielen Herausforderungen bei guter psychischer Gesundheit zu bleiben und nicht an der schwierigen Situation zu zerbrechen. 

Diese Schutzfaktoren werden in FAMOCA angesprochen:

Eine offene Gesprächskultur, in der über belastende Themen und eigene Gefühle gesprochen, wie auch die Kinder altersentsprechend miteinbezogen werden, ermöglicht:

  • Missverständnisse zu klären
  • Ängste bei Kindern abzubauen
  • Krebs zu keinem Tabuthema werden zu lassen
  • Von Schuldgefühlen und Vorwürfen zu entlasten
  • Lange Grübeleien zu verhindern
  • Vertrauen, Freude und Zugehörigkeit zu erleben
  • Wünsche, Bedürfnisse und Erwartungen zu besprechen
  • Als Eltern eine stabile Basis für die Kinder zu bieten

Ein guter Familienzusammenhalt gibt ein Gefühl von Nähe und Unterstützung, welche durch Rituale, gemeinsame Familienaktivitäten und Familiengespräche gestärkt werden können.

Unter Bewältigungsstrategien (engl. Copingstrategien) wird alles Wissen und die Strategien verstanden, über die eine Person verfügt und einsetzt, um eine bestimmte Situation bewältigen zu können. Dazu gehören bspw. ein aktives Herangehen an lösbare Probleme, das Einholen von Informationen, Ablenkung, über Gefühle und Belastungen reden, Bewegung und Kontakt mit der Natur, Entspannung einplanen, sich gut zureden und noch viele mehr.

Unter GEFÜHLE und ALLTAG finden Sie Tipps und Übungen zum Umgang mit belastenden Gefühlen. 

Eine Krebserkrankung ist zu gross, um alleine bewältigt zu werden. Auch die Partnerin/der Partner und die Kinder brauchen diese Form von Unterstützung.

Es ist wichtig, eine Balance zwischen Stabilität und Flexibilität im täglichen Familienleben zu finden. Stabilität bedeutet eine Kontinuität im Alltag und vermittelt Normalität und Halt. Trotzdem soll auf individuelle Bedürfnisse eingegangen werden.

Eine Krebserkrankung eines Elternteils erschüttert den vorgezeichneten Lebensplan einer Familie. Es ist daher wichtig, die Erkrankung und Behandlungen als einen Abschnitt im Leben bzw. als Teil der gemeinsamen Geschichte der Familie sehen zu können.  

Unter VERARBEITUNG & STÄRKUNG finden Sie  Tipps und Anleitungen zur Durchführung eines Standortgesprächs in der Familie. Entwickeln Sie Ihre Geschichte weiter.

Manche Menschen betiteln schwierige Situationen als Herausforderungen und weniger als Krise. Dadurch findet eine Umdeutung der Situation statt: Eine Krise macht primär Angst und scheint nicht zu bewältigen zu sein; eine Herausforderung kann in der Regel gemeistert werden.