Wissen über Gefühle

Nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen kann es helfen, Bilder als Sinnbild für die unterschiedlichen Eigenschaften von Gefühlen heranzuziehen. Gefühle können zum Beispiel wie Wolken erstanden werden:

 

 

Gefühle können schwach und flüchtig sein. Man muss sich richtig konzentrieren und hinein spüren, um zu bemerken, dass sie da sind.

 

 

 

Gefühle können sich sturmartig entwickeln und schnell und stark auftreten.

 

 

 

Gefühle  können  über  längere  Zeit da sein. Manchmal fällt es richtig schwer, die Welt nicht nur durch diesen Gefühlsnebel zu sehen.

 

 

 

Manchmal sind die Gefühle schwer und drücken auf die Brust oder führen zu einem Kloss im Hals.

 

 

 

Gefühle kommen und gehen. Wenn die schweren Gefühle vorbeigezogen sind, kann auch wieder Zufriedenheit und Freude aufkommen.

 

 

  • Gefühle gehen mit körperlichen Prozessen einher, bspw. sind beim Gefühl Angst Botenstoffe im Spiel, die zu Herzklopfen, Schweiss und Anderem führen.
  • Die Botenstoffe werden laufend ausgeschüttet und wieder abgebaut, deshalb verändern sich Gefühle von alleine wieder.
  • Unter Gefühlen und Grundstimmung verstehen wir nicht dasselbe. In einer guten Grundstimmung sind wir weniger anfällig für belastende Gefühle.
  • Mit Gefühlen kann man sich gegenseitig „anstecken“.
  • Verschiedene Personen können sich in derselben Situation anders fühlen. Gefühle können also nicht richtig oder falsch sein.
  • Gefühle, Gedanken und Verhalten beeinflussen sich gegenseitig.

Erlebt das Kind, dass die Eltern einen Weg finden, um mit den eigenen Stimmungsschwankungen zurechtzukommen, stärkt dies das Selbstbewusstsein und den Glauben Ihres Kindes daran, die Situation bewältigen zu können. Deshalb ist es sinnvoll, erst die eigene Gefühlswelt zu erforschen und Umgangsstrategien ausprobieren, damit sie vorgelebt werden können. 

Untersuchen Sie für sich selbst, wie ihre Gefühle mit Ihren Gedanken und dem, was Sie tun, zusammenhängen.

Notieren Sie Ihre Beobachtungen in der Vorlage Situationsanalyse.