Stress verringern

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man mit Stresssituationen und unangenehmen Gefühlen umgehen kann. Diese Möglichkeiten nennt man auch Bewältigungs- oder Copingstrategien.

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Hier kommen unsere Tipps und Vorschläge. Lies unten oder drucke dir gleich die Vorlage aus, um deine Stresssituationen zu meistern. Ein Beispiel findest du in der Vorlage:

Stress verringern

Deine Gefühle wahrzunehmen ist der erste Schritt. Spürst du deine Gefühle auch im Körper? Danach kannst du entscheiden, ob du etwas an der Situation verändern möchtest oder ob deine Gefühle gerade gut sind so wie sie sind. Auch negative Gefühle können manchmal in Ordnung sein. Lege dein "Gefühls-Profil" an (PDF herunterladen)

Entscheide ob du etwas verändern möchtest oder nicht. Achtung: Gefühle können nicht so einfach unterdrückt werden. Manchmal verschwinden sie von selbst, wenn wir versuchen, sie einfach zu beobachten wie die Wolken am Himmel.

 

Manchmal lässt sich die Situation verändern. Du kannst dir überlegen was du zukünftig machen kannst, damit die Situation in dieser Art so gar nicht erst entsteht. 

Oder du kannst herausfinden, was dir während der Situation hilft, damit die unangenehmen Gefühle nicht andauern oder noch stärker werden.

Manchmal lässt sich die Situation nicht verhindern. Dann sollte man sich danach etwas Gutes tun!

 

Beispiele:

Mein Gefühl:  Wut

Was man dagegen tun kann: Rennen, Tanzen, Musik laut aufdrehen oder ins Kissen schlagen, bis man erschöpft ist.

oder

Mein Gefühl: Traurigkeit

Was man dagegen tun kann: Gedanken aufschreiben, Musik hören oder machen, Malen, telefonieren oder Sport machen.

  

Gedanken sind wie ein Kopfkino. Manche Gedanken sind hilfreich und produzieren einen guten Film, andere nicht. Manchmal tauchen Gedanken einfach so in deinem Kopf auf, fast automatisch. 

Diese automatischen Gedanken kennen alle Menschen. Aber du kannst die Regie in deinem Kopfkino übernehmen. Überlege dir neue Gedanken und beobachte was passiert, wenn du dann das Kopfkino ablaufen lässt.

Beispiele von Gedanken, die keinen guten Film produzieren:

  • Katastrophengedanken: "Es wird nie mehr besser, das ist das Schlimmste!"
  • einseitige Gedanken: "Es gibt nur einen Grund, warum es so ist..."
  • Kritikergedanken: "Ich kann das sowieso nicht." oder "Ich bin Schuld daran."
  • Schwarz-Weiss-Gedanken: "Du machst IMMER..", "NIE darf ich etwas" oder "NIEMAND versteht mich."
Gedankenkarten voll
Gedankenkarten leer

Stresssituationen und belastende Gefühle gehören zum Leben einfach dazu. Es ist aber wichtig, dass sie nicht überwiegen, sondern auch positive Situationen erlebt werden. Du kannst also dafür sorgen, dass es genügend positive, lustige Erlebnisse gibt.

Es ist völlig in Ordnung wenn du im Moment nicht über deine Gefühle sprechen möchtest. Was du dann sagen könntest: „Sorry, aber im Moment möchte ich nicht darüber sprechen. Aber danke dass du nachfragst. Ich komme, wenn ich etwas benötige.“ 

Klar, mit den Eltern über deine Sorgen und Ängste zu sprechen, ist nicht immer gleich gut möglich oder du möchtest es nicht. Toll ist, wenn du aber sonst jemanden hast (Freund, Verwandte), der dir zuhören kann.

Denk daran dass Eltern meist beruhigter sind, wenn sie wissen was ihre Kinder beschäftigt. Halte dich mit deinen Anliegen nicht unnötig lange zurück. Deine Eltern können dir nur helfen oder nachvollziehen wie es dir geht, wenn du deine Gefühle ansprichst.

Wenn du gestresst bist reagierst du ganz automatisch darauf. Wenn deine Eltern dich zum Beispiel stressen fängst du einen Streit an oder verziehst dich in dein Zimmer.  

Einige dieser Verhaltensweisen sind hilfreich und du erreichst, was du möchtest. Es gibt aber auch Verhaltensweisen, die auf Dauer zu keiner Lösung führen. Dazu gehören beispielsweise: sich zurückziehen, sich anschreien, sich übereinander lustig machen, herunterspielen, ignorieren. Diese Verhaltensweisen können im Moment eine gute Lösung sein, aber längerfristig führen sie zu keiner Lösung.