Welche Nebenwirkungen gibt es?

Die Behandlungen können unangenehme Beschwerden hervorrufen, die Nebenwirkungen. Einige sind von Anfang an da, andere treten im Verlauf der Behandlung auf oder bleiben auch noch nach der Behandlung eine Weile bestehen.  

Die Nebenwirkungen sind abhängig von der Art der Behandlung und davon wie die Person auf die Behandlung reagiert. 

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen: Haarausfall, Infektionen, Krankheitsgefühl, Mund-/Zahn-und Essprobleme, Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, Hautirritationen oder Stimmungsschwankungen. 

Im Bett Liegen

Bei der Chemotherapie ist der Haarausfall nicht bei allen gleich stark und geschieht auch nicht immer gleich schnell. Bei manchen beginnt er ungefähr zwei Wochen nach Start der Chemo. Einige verlieren die Kopfhaare, andere zusätzlich die Körperbehaarung. Normalerweise wachsen die Haare mit Abschluss der Chemotherapie wieder nach.

Die Behandlungen können das Immunsystem schwächen, sodass man anfälliger für Infektionen ist. 

Gegen das Krankheitsgefühl während den Therapien gibt es Medikamente, die man vom Arzt bekommt.

Entzündungen und Schmerzen im Mund können auftreten, die mit der Zeit aber wieder abklingen. Auch die Zähne können anfälliger für Bakterien werden, deshalb ist es gut, öfters zum Zahnarzt zu gehen. Manchmal schmeckt das Essen nicht mehr wie vorher, der Geschmackssinn kommt aber nach Ende der Behandlung wieder zurück.

Viele Behandelte berichten, dass sie müder sind als sonst. Sie fühlen sich energielos und alltägliche Dinge sind plötzlich viel anstrengender. Man nennt diese Nebenwirkung auch Fatigue (Müdigkeit). Manchmal dauert die Müdigkeit etwas länger als die Behandlung.

Manche Menschen verlieren an Gewicht, andere nehmen zu, wieder andere bleiben gleich. 

Die Hautstelle, die durch die Strahlentherapie betroffen ist, kann anders aussehen. In dieser Zeit sollte mit Sonnenstrahlen vorsichtig umgegangen werden.

Stimmungsschwankungen können bei allen Therapieformen auftreten. Viele berichten, dass sich die Stimmung dann verschlechtert, wenn sie auch körperliche Beschwerden haben. Schlechte Tage sind also ganz normal!

Was bedeutet das für mich?

Es kann sein, dass deine Mutter/ dein Vater schlechter Stimmung ist, gereizter reagiert, nichts machen mag oder sich zurückzieht. Das muss also nichts mit dir zu tun haben. Es kann auch sein, dass sie dich öfter bitten im Haushalt mitzuhelfen.  

Es gibt gute und schlechte Tage und Tage, die so sind wie immer.  

FAMOCA gibt jedem Familienmitglied Tipps, wie sie die schlechten Tage überstehen und gute Tage nutzen können. Aber es ist klar, dass du manchmal auch genug vom Krebsthema hast. Das ist ok!